Wussten Sie schon, ...?

Um 1431 verfasste Johann von Bockenheim ein Kochbuch. Es enthielt Rezepte, die seiner Meinung nach ggeignet seien, Italiener, Deutsche, Ungarn, Böhmen, Franzosen und Engländer zufrieden zu stellen. Johann von Bockenheim stammte aus der Diözese Worms und stand im Dienste der päpstlichen Kurie. Im Dienst Martins V. (1417 - 1431) war er nach Rom gekommen.

Papst Julius II. (1503 - 1513) machte sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Gründer der Schweizer Garde und Grundsteinleger des Petersdoms einen Namen. Er wurde aber auch als Territorialfürst bekannt, der persönlich in den Kampf zog. Während eines Aufenthalts in Bologna wurde ihm zu Ehren eine große Bronzestatue errichtet - ein Werk Michelangelos. Nach einem Umsturz wurde diese Statue 1508 aber zerstört und der Kopf an Alfonso d'Este – einem Feind des Pontifex – geschickt. Er ließ den Kopf einschmelzen und eine Kanone daraus gießen. Diese erhielt dann den Namen des Papstes - „la Giulia”.

Pius II. zeichnete sich durch seine Schaffenskraft aus. Äußerlich war ihm dies jedoch kaum anzusehen. Er war von schwächlicher Konstitution, wurde von Rheuma geplagt, litt unter der Gicht und hartnäckigem Husten. Außerdem soll er früh vergreist und extrem gebrechlich gewesen sein.

Papst Leo XIII. (1878 - 1903) schnupfte gerne Tabak - auch während der Audienzen. Emile Zola verewigte diese Eigenart in seinem Roman „Rom”. Zola hatte den Papst zwar nicht persönlich kennengelernt, aber er hatte sich eingehend am Hof über ihn informiert. In seinem Roman beschrieb er die Soutane des Tabak-liebenden Pontifex als über und über mit braunen Tabak-Flecken übersät. Und im Schoß des Papstes läge immer ein großes Schnupftuch bereit.

Emile Zola unternahm alles, um eine Audienz beim Papst zu erhalten. 1894 reiste er mit seiner Frau nach Rom, um Eindrücke für seinen Roman zu sammeln. Doch bis zur erhofften Papst-Audienz kam es nicht. Zola blieb nichts anderes übrig, als im Ulfeld des Papstes heimlich zu recherchieren und dabei erstaunliche Details an den Tag zu bringen, die schließlich in seinen Roman „Rom” Eingang fanden.

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